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Schmetterlingstanz

ein Sonnenstrahl
von vielen
lässt dich
ruhen
deine Flügel schlagen aneinander
tip tap
tip tap
für einen kurzen Moment
dein Atem
der durch deine Flügel gleitet
aber nun
erhebst du dich
wieder
nimmst meine Blicke mit
durch tausend heiße Sonnenstrahlen
auf denen sich dein Lied bewegt
dein Lied vom Sommer
ich schlüpfe in den Blütenkelch
vielleicht
lädt dich mein Augenaufschlag
zum Verweilen
ein

(2006)




    




Aus einem Schall von Nebel
trat sie
scheu und ohne Hast
und in die schwebenden Gluten des Feuers
trat sie
und kannte keine Rast
und lachte all der Warnung
vor Verbrennungen und
Verlust denn das was sie bewog
war die Schwäche
und die Lust
Und nie hätte sie gedacht
dass man im Feuer Trauer lacht
und die Freude sich in den Tränen verliert
- verdunstet -
Aber auch Verzweiflung
und Reue erhitzen

(2000)




    




du brachst in Tränen aus
als ich deine Sinne berührte
heiße Tränen, die das Eis
über deinen Gefühlen weg spülten
leichte Tränen, die sich
sanft in die Locken deiner Haare wühlten
und als ich dich umarmte
spürte ich glückliche Tränen
auf meiner Wange tanzen

nun, da wieder ein eisiger Wind weht
in deinem Herzen

waren deine zärtlichen Küsse
eine Lüge?

(2000)




    




Wie ein Gebirge
recktest Du
Dich gen Himmel

ließt Dich
erklimmen

unter allen
Gefahren

so hoch warst
Du
als
er oben angelangt,

war ihm
die Luft
zu dünn

(2000)




    




Entfremdung

Dein Blick
schlägt mich nieder

Enttäuschung
flieht um mein Herz

Hast Du Deine
Hochachtung
zurückgezogen?

Bin ich nur noch Grund
für dein
verbittertes Aufstehen ?

Du gehst

und hinterlässt Tränen
die an meinem Stolz kratzen

(2000)




    




Zeit rinnt
-   einer Katze gleich
die heimlich des Nachts
um die Häuser schleicht
und ehe Du Dich versiehst
hat sie die Dunkelheit schon erreicht.

Zeit steht
-   ein Windhauch
erfroren
in der kalten Winterlandschaft
der Depression

Zeit wirft Schatten
ein zufälliges Muster
auf dem Licht der Seele
formt sie
das Portrait in einzigartigem Spiel
ein Prisma ohne Rückkehr
in die einstige Reinheit

Zeit kommt und geht
ohne erreichbar zu sein
in unbeständigen Größen
stellt uns in den Schatten
wirft ihr Netz über uns
und zieht uns mit
in den Strudel der Unendlichkeit

Zeit will nicht einsam sein

(2000)




    




Du bist nicht mehr
   -

Dein Duft ist geblieben

Ich sitze im Raume und atme Dich
und suche nach Deiner Seele
   - in der Luft ist sie geblieben

Warum fliegst Du hier
neben mir
über mir
musst Du nicht weiter
auf Deinem Weg
-
wartet niemand auf Dich

Ich wartete noch
eine ganze zeitlang
-
suchte Dich vergebens
-
habe Dich nicht gesehen
denn zu sehen bist Du nicht
und so sitze ich hier
atme Deinen Duft
und denke meine Worte in die Luft

(2001)




    




Lass uns eine Geschichte schreiben

Lass sie uns in bunte Farben tauchen

Lass uns spielen darin

Und lass sie uns in unseren Träumen leben


Lass uns immer weiter schreiben

Lass uns den Duft der Liebe schmecken

Und vielleicht wenn wir wieder zusammen sind

Können wir sie auch am Tage leben

(2001)




    




Die Zeit drang in Dich
und malte Dir

ein kleines Bild der Freude

Einst wähntest Du Vergangenheit nur weil Erinnerung
die Zukunft schafft

nun wie Du siehst
hat Deine Zeit
die Gegenwart
Dir vermacht

(2000)




    




Hier sitze ich
und gebe mich preis

seht nur hinein
in mein Innerstes
und schämt Euch nicht dafür

meine Ängste
mein Lachen
meine Tränen
und meine Lust
wie fremd sie Euch erscheinen

und ihr
redet und lacht
und flüstert und schreit
und in Eurem kritischen Blick
was seh` ich da!

Eine beängstigende Leere
die sich hinter all Euren Reden versteckt

(1999)